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Die Aktionsgruppe Indianer & Menschenrechte e.V. (AGIM) ist eine Organisation, die sich im Rahmen der Menschenrechtsarbeit der politischen und kulturellen Unterstützung indianischer Völker in Nordamerika widmet. Von indianischen Organisationen ausdrücklich beauftragt, unterstützt AGIM diese Völkern in ihrem Kampf um Selbstbestimmung und Anerkennung als souveräne Nationen. Die Aktivitäten der AGIM erfolgen in enger Zusammenarbeit und gegenseitigem Austausch mit den indianischen Völkern selbst.

Die aktuellen Lebensbedingungen nordamerikanischer Indianer in den Reservaten ähneln denen in der „Dritten Welt“: Fehlernährung, schlechte medizinische Versorgung, mangelnde schulische Ausbildung, hohe Arbeitslosigkeit und überdurchschnittliche Selbstmordraten. Traditionelle Subsistenzwirtschaft wird durch die Ausbeutung von Bodenschätzen auf ihrem Land bedroht. Wir als Bürger der Industriestaaten, für deren Profit diese Ressourcen geplündert werden, müssen uns der besonderen Verantwortung gegenüber den Ureinwohnern stellen, die sonst kaum über eine Stimme im globalen Kräfteverhältnis verfügen. Nur durch den Erhalt ihrer Lebensgrundlagen können sie die Vielfalt und Lebendigkeit indianischer Kultur bewahren, die ihre eigene kulturelle Identität sichert. Dies erfolgt u.a. die Förderung indianischer Projekte, die den Indianern wirtschaftliche Sicherheit und Unabhängigkeit bieten sollen. Hierbei ist insbesondere auf das „Lone Buffalo Project“ zu verweisen. Durch die Unterstützung von AGIM konnte eine Büffelzucht bei den Lakota begonnen werden, die den Indianern nicht nur eine wirtschaftliche Perspektive bietet, sondern ihnen ermöglicht, kulturelle Identität und Selbstachtung zu erlangen, indem die Lakota an die eigenen kulturellen Wurzeln anknüpfen können. Seit 2004 grast nun wieder eine kleine Büffelherde auf der Pine Ridge Reservation.

Die Tätigkeitsfelder der AGIM umfassen politisches Engagement, kulturelle Unterstützung, sowie Öffentlichkeitsarbeit. Mitglieder der Organisation beteiligen sich an Aktionen vor Ort, wie Demonstrationen gegen die Atombombenversuche auf der Nevada Test Site und die daraus entstehende Zerstörung des Landes der Western Shoshone oder der Blockade der Lubicon Cree in Kanada. Die AGIM organisiert und beteiligt sich an Protestaktionen in der BRD und Europa durch Demonstrationen, Mahnwachen, wie etwa Aktivitäten gegen die Zwangsumsiedlung von Dineh oder Blockaden gegen die Tiefflüge über dem Land der Innu.

Die politischen Aktivitäten umfassen Gespräche mit Politikern, Botschaften oder Vertretern der Unternehmen, die auf indianischem Land Bodenschätze abbauen, sowie die Teilnahme an Kongressen (International Water Tribunal in Amsterdam, World Uranium Hearing in Salzburg) und politische Lobbyarbeit (Anfragen in Parlamenten). Zur Förderung der Zusammenarbeit mit anderen europäischen und internationalen Organisationen organisierte die AGIM eine Konferenz von Unterstützungsgruppen für indianische Völker (1990), an der Vertreter aus 14 Ländern teilnahmen. Zudem ist AGIM jährlich an den entsprechenden Gremien der Vereinten Nation vertreten sind, um endlich die Anerkennung der Rechte der indigenen Völker durch die internationale Staatengemeinschaft zu erreichen. Um Missverständnissen vorzubeugen: Hierbei geht es keinesfalls um die Unterstützung eines irgend gearteten „völkischen“ Gedankenguts, sondern um das Recht auf Selbstbestimmung, das im Internationalen Recht verankert ist (u.a. Art. 1 UN-Charta, Art. 1, 25 und 27 IPbürgR, Art. 1 IPwirtR).

Neben der politischen Unterstützung ist es wichtig, die kulturelle Eigenständigkeit indianischer Völker zu fördern. Daher arbeiten wir an Ausstellungen und anderen Veranstaltungen mit, die das Verständnis für die zahlreichen verschiedenen Kulturen nordamerikanischer Indianer fördern, so etwa Konzerte mit dem Mohawk Sänger Don P. Martin. In dieser Verknüpfung von Politik und Kultur veröffentlichte AGIM mehrere Bücher, u.a. Gedichte von Tom La Blanc (Dakota) und von Lance Henson (Cheyenne). Dabei geht der Blick auch über die Kultur der Indianer hinaus zur Situation von Indigenen weltweit, wie sich in den Publikationen „Stimmen der Erde“ oder „Words from the Edge“ (2000) zeigt. Hierfür hat die AGIM Lesetouren und Veranstaltungen organisiert, um der breiten Öffentlichkeit die Kultur der Ureinwohner näher zu bringen.

Eines der wichtigsten Betätigungsfelder ist die Öffentlichkeitsarbeit. Mitarbeiter der AGIM recherchieren im In- und Ausland auf eigene Kosten und informieren die Öffentlichkeit über die Lage der indianischen Nationen durch Vorträge und Veranstaltungen, u.a. mit indianischen Delegierten, aber auch durch Auftritte in Fernsehen und Rundfunk, sowie durch Artikel, Interviews und Berichte in den Printmedien.

Das von AGIM herausgegebene Magazin „Coyote“, das vierteljährlich erscheint, ist die einzige Periodika, die sich im deutschsprachigen Raum ausschließlich nordamerikanischen Indianern widmet.

Die Aktionsgruppe Indianer & Menschenrechte e.V. (1986 gegr.) ist ein anerkannt gemeinnütziger Verein.


 


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