Missing and Murdered

500 Indianerinnen vermisst oder ermordet
Mindestens 500 indigene Frauen verschwanden nach Angaben der Native Women’s Association of Canada spurlos in den letzten 20 Jahren in ganz Kanada, viele davon ermordet. Die Organisation rechnet zudem mit einer noch höheren Dunkelziffer, denn viele Frauen werden – aus unterschiedlichen Gründen – nicht einmal als vermisst gemeldet. Dies ist das bestürzende Ergebnis der umfassenden Studie „Stolen Sisters: A Human Rights Response to Discrimination and Violence Against Indigenous Women“, die im Oktober 2004 von amnesty international vorgelegt wurde.Trotz wiederholter Appelle bleibt die Polizei häufig untätig, die Politik fühlt sich im Regelfall nicht zuständig und die Öffentlichkeit nimmt kaum Notiz von einer Katastrophe, die sich in der Mitte der Gesellschaft abspielt. Die Vermisstenzahlen und Morde verdeutlichen die bestürzenden Umstände, unter denen die Ureinwohner Kanadas noch heute am Beginn des 21. Jahrhunderts leiden müssen. Besonders betroffen sind hiervon die Indianerinnen, denn sie sehen sich doppelter Diskriminierung ausgesetzt: als Frauen und als Indigene.

Wir möchten hier besonders die Arbeit von "amber" (waabnongkwe@hotmail.com) herausstellen,
die viele Jahre zu diesem Thema recherchiert und sich für die Betroffenen eingesetzt hat.
(siehe auch http://www.highwayoftears.ca)

Hintergrundinformationen: 500 verschwundene Frauen

In Memoriam: Liste der vermissten oder ermordeten indianischen Frauen in Kanada

Highway of Tears: Beispiel British Columbia

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