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Aktionsgruppe zeigt Flagge

Aktionsgruppe zeigt Flagge gegen die olympischen Winterspiele

Zum Empfang der deutschen Olympiateilnehmer am 2.3. in München präsentierte die Aktionsgruppe Indianer und Menschenrechte den Anwesenden ein zehn Meter langes Banner mit der Aufschrift:
2010: Canada's Shame - Olympics on Stolen Native Land

Nach der Aktion versandten wir folgende Pressemitteilung:
(engl. Version below)
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Ende der Olympiade – der indigene Widerstand geht weiter
München, das sich um die Winterspiele 2018 bewirbt, empfängt heute die deutschen Athleten, die an den Olympischen Winterspielen Vancouver 2010 teilnahmen. Wenn sich noch einmal die Olympiateilnehmer im Glanz ihrer Erfolge feiern lassen wollen, sind die Völker, auf deren Land die Winterspiele 2010 stattfanden, bereits wieder ins Abseits gedrängt. Wenngleich Kanada den Medaillenspiegel der Winterspiele Vancouver 2010 anführt, hat das Land sicher keine Goldmedaille für seine Politik gegenüber den indigenen Völkern verdient.

Der Werbetrick, sich vier indigener Nationen als offizielle „Four Host First Nations“ zu bedienen, ist nur eine schäbige Augenwischerei, um von den wahren Problemen abzulenken. Ein paar Federn und ein bisschen Indianertanz können nicht über die diskrimierende Politik der kanadischen Regierung gegenüber den indigenen Völkern hinwegtäuschen.

Kanada wurde von der internationalen Gemeinschaft und den Gremien der Vereinten Nationen wiederholt für seine Indianerpolitik gerügt, doch die offiziellen Vertreter verschanzen sich hinter einem selbstgebastelten Klischee eines weltoffenen und toleranten Landes, das seine vermeintliche Toleranz jedoch schnell vergisst, wenn es sich um knallharte Ressourcenausbeutung handelt.

Auch die Geschäftemacher des IOC scheuten sich nicht, die Kultur und das intellektuelle Eigentum der indigenen Völker Kanadas auszubeuten, indem es vermeintliche „indianische“ Souvenirs gar im menschenrechtsverachtenden China fertigen ließ. Selbst das Logo der Olympischen Winterspiele 2010 ist von den Inuit geklaut, die niemals in British Columbia, der Provinz des Austragungsortes Vancouver, lebten. Doch wer gegen die rigorose Geschäftemacherei protestiert, wird ohnehin nur als Spielverderber diskreditiert.

Kanada missachtet die Landrechte der indigenen Völker und zerstört ihre Lebensgrundlagen durch Kahlschlag, Ölförderung, Fischfarmen oder Uranabbau (auch für deutsche Atomkraftwerke). Darüber hinaus verweigert sich die Regierung ihrer Verantwortung gegenüber der Geschichte. Während wir in Deutschland über den sexuellen Missbrauch von Kindern durch Kirchenvertreter diskutieren, leiden noch heute Tausende Indigener unter den Folgen des Jahrzehnte langen Systems der Residential Schools in Kanada, das zu zahlreichen Todesfällen und zur Traumatisierung von drei Generationen der Indigenen führte. Die Entschuldigung von Kanadas Premier Stephen Harper im Sommer 2008 über „vergangenes“ Unrecht an den Indigenen ist blanker Zynismus, solange sich die Politik nicht ändert. Doch Harper drückt sich bekanntlich ohnhin gern vor der Lösung von Problemen, u.a. indem er regelmäßig das ganze kanadische Palament in den Zwangsurlaub schickt, wenn er nicht mehr weiter weiß.

Kanada war eines von nur vier Ländern, welche die von der UN-Vollversammlung im September 2007 verabschiedete UN-Deklaration der Rechte der Indigenen Völker ablehnte. Wir verlangen von Kanada die umfassende Anerkennung der indigenen Rechte und die Unterzeichnung der UN-Deklaration.

Der Spielverderber ist Kanada – nicht die indigenen Völker, die gegen die Missachtung ihrer Rechte protestieren. Die Aktionsgruppe Indianer & Menschenrechte unterstützt den Widerstand der indigenen Völker und verlangt die vollständige Anerkennung ihrer Rechte.

Monika Seiller
Aktionsgruppe Indianer & Menschenrechte e.V.
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Weitere Infos unter: No Olympics on Stolen Land

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Pressrelease:

Olympics Are Over – Indigenous Resistance continues
Today, Munich, applicant for he Olympic Winter Games in 2018, welcomes the German athletes who participated in the Winter Olympics Vancouver 2010. While the participants will be celebrated, those who own the land on which the games took place, will be already pushed aside and fall into oblivion again – the Indigenous Peoples of Canada. Whereas Canada is leading the olympic ranking, it certainly doesn’t deserve a gold medal for its aboriginal policy.

Pushing four Indigenous Nations to function as official „Four Host First Nations“ is only a cheap trick to distract the world public from the real problems. A handful of feathers and some fancy dancers hopping around at the olympic show can’t hide the fact that Canada’s Aborginal policy is tainted by discrimination and human rights violations.

Canada has been repeatedly criticized for its Aboriginal policy by the international community and by the United Nations bodies, but the government is deaf for any human rights concerns. Canada tries to portrait itself as an open and tolerant society, but the self-acclaimed tolerance ends as soon as it comes to the exploitation of land and ressources.

Also, the business-makers of the IOC didn’t shy back from exploiting the intellectual property of Aboriginal Peoples by selling „Aboriginal souvenirs“ made in China, another human rights violating country. Even the logo of the Olympic Games was taken from the Inuit, though they never lived in British Columbia. Canada and the IOC don’t care for intellectual rights and Aboriginal culture. But everybody who critizes that exploitation is discriminated as spoilsport.

Canada violates the land rights of the Aboriginal Peoples and destroys their subsistence and survival by clear-cutting, oil production, fish-farms and uranium mining. The government even rejects its responsibility for the past. A simple „sorry“ voiced by Steven Harper in 2008 is not enough to reconcile the human rights violation by the system of the residential scholl which left three generations of Aboriginal Peoples traumatized and even led to the death of many Indigenous. But Harper is already known for his way of solving problems: ignorance and weakness. What else can one say about a prime minister who always sends the parliament into unvoluntary vacation, if he doesn’t want to face reality.

Canada was only one of four countries that voted against the UN Declaration on the Rights of Indigenous Peoples, that was adopted by the UN General Assembly in 2007. We demand that Canada fully recognizes the rights of Indigenous Peoples by signing the UN Declaration.

Canada ist he spoilsport, not the Aboriginal Peoples that protest against the violation of their rights.
Aktionsgruppe Indianer & Menschenrechte fully supports the resistance of the Indigenous Peoples and demands the immediate and full recognition of their rights.

Monika Seiller
Aktionsgruppe Indianer & Menschenrechte e.V.


 


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